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Wohngebäudeversicherung bei Leerstand

Überblick:

Was ist unter Leerstand zu verstehen und wie sollte vor Allem im Bezug auf den Versicherungsschutz damit umgegangen werden? Um diese und mehr Fragen geht es in diesem Artikel.

Was ist Leerstand?

Als Leerstand werden nicht genutzte oder auch nicht vermietete Immobilien bezeichnet. Hierbei wird unterschieden zwischen Leerstand und vorübergehend unbewohnt. Ab wann der Leerstand als solcher bezeichnet wird ist abhängig vom Versicherer. Sobald die Immobilie länger als vertraglich festgelegt nicht genutzt wird muss Leerstand beim Versicherer angemeldet werden.

Welche Risiken bestehen bei Leerstand?

Aus der Nichtbeaufsichtigung entstehen mehrere neue Gefahrenpotentiale:
Das nicht geheizte Leitungswasser kann bei Frost in den Wintermonaten Leitungswasserschäden verursachen, weil die Vereisung zum Brechen der Leitungen führt. Diese Schäden werden möglicherweise erst sehr spät entdeckt, weil die Gebäude unbewohnt sind. Das Schadenpotential steigt an.
Bei Sturm sind leere Immobilien stärker gefährdet, als bewohnte. Zumeist sind es nur kleine unbemerkte Stellen am Gebäude, die einem Sturm keinen ausreichenden Widerstand bieten: lose Dachziegel, ungenügend verriegelte Fenster oder Luken, morsche oder durch Trockenheit geschwächte Bäume. Einmal aufgerissen oder von Böen erfasst, ermöglichen diese geringen Ziele dann schwere Zerstörungen. Die fehlende Wartung leerstehender Häuser und deren Grundstücke begünstigen einen Schadenseintritt.

Was die Versicherer am häufigsten dazu bringt, ablehnend die Arme zu heben, ist das Risiko Feuer. Sie fürchten Ablagerungen von Unrat und Sperrmüll, die nicht kontrolliert werden, und den unbeaufsichtigten Zugang zum Gebäude. Diese Umstände sorgen für eine deutlich höhere Eintrittswahrscheinlichkeit eines Brandes.

Wie kann ich die Risiken vermindern?

Die Verminderung des Brandrisikos sollte immer Priorität haben. Das heißt nach Möglichkeit Brandmelder, Brandabschlüsse und bei großen Immobilien, Sprinkleranlagen anbringen. Auch Sperrmüll und Unrat entfernen hilft immer stark beim Verhindern von Bränden.

Der Versicherer liebt dich, wenn du für die Unterbindung jeglichen Zugangs zum Gebäude sorgst, um einem Brandstiftungsrisiko entgegenwirkst. Noch bessere Chancen, eine Versicherung für dein leerstehendes Gebäude zu finden, erlangst du, wenn du die Leitungswassersysteme entwässerst, den elektrischen Anlagen die Stromzufuhr unterbindest und regelmäßig Rundgänge durchführst sowie alle Zugänge und Schlösser überprüfst.

Fazit:

Leerstand von Immobilien ist für jeden Versicherer immer ein Dorn im Auge. Damit deine Immobilie mit einer Wohngebäudeversicherung versichert werden kann, solltest du die potenziellen Gefahrenpotentiale reduzieren. Die wichtigsten Punkte hierbei sind: Strom, Wasser und Feuer.

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